Ich bin ein kleines Eselein nur,
doch ein Geheimnis wohl auf der Spur.
Dir, meinem Vater, hab ich mich verdingt
und hoffe, dass es mir gelingt,
dir trotz meiner Kleinigkeit Dienste zu leisten.
Sag, Vater, liebst du nicht Esel am meisten?
Sie können doch gar keinen Wunsch dir abschlagen,
weil sie nur immer ihr „i-a“ sagen.
Ja, Eselein, drum hab ich dich ausersehen.
Du sollst mir als Träger zur Seite stehen.
Bist du bereit, ohn‘ dich zu beklagen,
die von mir aufgebürdeten Lasten zu tragen?
Die Welt draussen hungert ..... und ich bin reich .....
„I-a“, lieber Vater, belade mich gleich,
ich biete dir gerne meinen Rücken an.
Du weißt, wie viel ich tragen kann!
Zwei Säcke - sag, Eselchen, kannst du noch?
Den dritten und vierten, sag, willst du noch?
Ach, Vater, ich lieb dich, wie könnt ich’s wagen,
etwas anderes dir als „i-a“ zu sagen?
Schau, meine Hand streichelt so liebevoll dein Fell,
darf ich den fünften dir aufladen schnell?
Ach, Vater, ich lieb dich, wie könnt ich’s wagen,
etwas anderes dir als „i-a“ zu sagen?
Eselchen, komm, nimm dies
Zuckerstückchen hier,
gerne würd‘ ich den sechsten aufladen dir.
Ach, Vater, ich lieb dich, wie könnt ich’s wagen,
etwas anderes dir als „i-a“ zu sagen?
Eselchen, nur den einen Sack noch,
sag, kannst du und willst du denn immer noch?
Es wanken die Beine mir von der Last,
ich sehn‘ mich nach Ruh und suche Rast.
Doch, Vater, ich lieb dich, wie könnt ich’s wagen,
etwas anderes dir als „i-a“ zu sagen?
Was ist das? Ich setze meine Schritte voran,
doch nichts von der Last ich mehr spüren kann.
O Vater mein, ich bin ganz benommen,
hast mich mit der Last auf die Arme genommen;
Und du bist es selbst, der alles nun trägt:
Mich und zugleich das, was du auf mich gelegt.
Jetzt bin dem Geheimnis ich auf der Spur:
Du schenkst deine Liebe für ein „i-a“ nur. |